Marcel Knapp vor historischem Triumph: Die Chance auf den ersten deutschen Gesamtweltcupsieg im Grasski
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Beim anstehenden Weltcup-Finale im italienischen Predaia steht der deutsche Grasskisport vor dem größten Moment seiner Verbandsgeschichte. Marcel Knapp hat die Hand an der großen Kristallkugel. Sollte er seine Führung im Gesamtweltcup verteidigen, wäre das eine historische Premiere: In der Geschichte des Grasskisports hat es bei den Herren noch nie einen deutschen Gesamtweltcupsieger gegeben.
Der erste deutsche Herren-Gesamtsieg der Geschichte
Seit der offizielle Weltcup im Jahr 2000 eingeführt wurde, dominierten fast ausnahmslos drei Nationen das Geschehen: Tschechien, Italien und Österreich. Athleten wie der tschechische Rekordsieger Jan Němec oder der Italiener Edoardo Frau prägten die Rennpisten über Jahrzehnte.
Ein deutscher Gesamterfolg blieb in der Historie des Deutschen Skiverbandes bislang einer einzigen Frau vorbehalten: Anna-Lena Büdenbender gewann die Gesamtwertung im Jahr 2010. Bei den Herren wartet der Verband seit Bestehen der Rennserie auf diesen Titel. Marcel Knapp kann nun eine 16 Jahre andauernde deutsche Durststrecke auf internationaler Ebene beenden.
Vom Einzelkämpfer zur Weltspitze
Während die internationale Konkurrenz in Italien, Tschechien oder Österreich auf Verbandsstrukturen, Trainingsstützpunkte und teils staatliche Förderung zählen kann, ist Grasski in Deutschland eine reine Amateursportart. Marcel Knapp, der für den hessischen SV Unter-Flockenbach startet, ist im besten Sinne ein sportlicher Selbstversorger. Er organisiert Trainingspläne, Ausrüstung und die weltweiten Reisen größtenteils eigenständig.
Dass er nun vor der Krönung seiner Laufbahn steht, ist das Ergebnis von 16 Jahren kontinuierlicher Arbeit: Knapp bestreitet seit 2010 Weltcup-Rennen. Nach WM-Bronze und Platz drei in der Gesamtwertung der vergangenen Saison liefert er in diesem Jahr die konstanteste Leistung des gesamten Feldes ab.
Erschwert wird diese Leistung durch die Trainingsbedingungen in der Heimat. Frühere Trainingszentren wie der traditionsreiche Hang in Schnorrenbach im Odenwald existieren nicht mehr. Knapp muss weite Fahrten auf sich nehmen oder ins Ausland ausweichen, um Renntempo auf Kettenbelag zu trainieren.
Rückhalt abseits des Mainstreams: Zunft AG und VinocomWines
Grasski verlangt vollen Körpereinsatz und stellt extreme Anforderungen an das Material. Die kurzen Spezialski mit Rollen- und Führungsschienen verschleißen schnell. Allein für die Spezialausrüstung fallen pro Saison rund 15.000 Euro an, hinzu kommen Reisekosten für die weltweiten Stationen von Asien bis in die Alpen. Ohne Verbandsförderung im Rücken lässt sich ein solcher Aufwand nur mit verlässlichen Sponsoren bewältigen.
Zwei Partner stehen Marcel Knapp dabei zur Seite, die sich bewusst für die Förderung jenseits des sportlichen Mainstreams entschieden haben:
- Die Zunft AG mit Zunft[werk]: Als offizieller Förderer und Helmsponsor unterstützt die Zunft AG den Ausnahmeathleten. Dahinter steht dieselbe Philosophie, die auch das Konzept der Zunftorte prägt: echte Begeisterung für Handwerk, Disziplin und Spitzenleistung in der Nische, fernab austauschbarer Massenformate.
- VinocomWines: Der Online-Fachhändler für handwerklich erzeugte deutsche Winzerweine unterstützt Knapp ebenfalls als Sponsor. Präzision, Geduld und kompromisslose Qualität verbinden den Sportler mit den Winzern, deren Weine VinocomWines vertreibt.
Showdown in Predaia
In Predaia fällt die Entscheidung. Wenn Marcel Knapp dort seine Führung über die Ziellinie bringt, holt er nicht nur die große Kristallkugel nach Deutschland, sondern schreibt sich endgültig als erfolgreichster deutscher Grasskiläufer aller Zeiten in die Sportbücher ein.