Falstaff 92 Punkte: Was diese Bewertung für Frankenwein bedeutet

Falstaff 92 Punkte: Was diese Bewertung für Frankenwein bedeutet

Wenn auf einer Weinflasche 92 Falstaff-Punkte stehen, wissen die meisten Käufer nur ungefähr, was das bedeutet. Viel, offenbar. Aber wie viel genau? Und warum ist diese Zahl für einen Frankenwein bemerkenswerter als für einen Bordeaux?

Falstaff ist eines der einflussreichsten Weinmagazine im deutschsprachigen Raum und bewertet nach dem 100-Punkte-System, das Robert Parker international etabliert hat. Die Skala ist nach oben brutal komprimiert. Alles unter 85 Punkten wird selten überhaupt publiziert. Ab 90 Punkten beginnt der Bereich, den Falstaff selbst als ausgezeichnete Weine mit besonderer Klasse beschreibt. 95 und mehr erreichen nur absolute Ausnahmeweine. Zwischen 90 und 94 Punkten spielt also die Klasse, die man guten Gewissens als deutsche Spitze bezeichnen kann.

92 Punkte sind in diesem System keine Gefälligkeit. Sie bedeuten, dass ein Wein im Blindfeld gegen die besten seiner Kategorie bestanden hat. Für Frankenwein ist das doppelt relevant, weil die Region in internationalen Bewertungen historisch unterrepräsentiert war. Punkte gingen an Mosel-Riesling und Pfälzer Spätburgunder, während Franken als Silvaner-Provinz galt.

Genau deshalb war die Bewertung des Pinotchio von Weingut Dr. Heigel ein Statement. 92 Punkte für einen fränkischen Rotwein zeigen, dass die Region rote Spitzenqualität kann. Und der Preis von 11,90 Euro macht die Sache fast schon absurd: Weine mit vergleichbaren Bewertungen kosten anderswo das Drei- bis Fünffache.

Punkte ersetzen nicht das eigene Urteil, aber sie sind ein verlässlicher Kompass in einem unübersichtlichen Markt. Wer nachschmecken will, was 92 Falstaff-Punkte bedeuten, findet den Pinotchio und weitere prämierte Weine von Dr. Heigel bei VinocomWines.

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