Pinot Noir aus Franken: Eleganz trifft Terroir

Pinot Noir aus Franken: Eleganz trifft Terroir

Wer an Pinot Noir denkt, denkt an Burgund. Vielleicht noch an Baden oder die Ahr, wenn es um Deutschland geht. Franken hat auf dieser Landkarte lange gefehlt, und das war ein Versäumnis, das gerade korrigiert wird.

Pinot Noir, hierzulande als Spätburgunder bekannt, ist eine launische Rebsorte. Sie will es warm, aber nicht heiß. Sie braucht Sonne, aber verzeiht keine Überreife. Genau hier spielt Franken einen unterschätzten Trumpf aus: das Kontinentalklima. Warme, trockene Sommer lassen die Trauben ausreifen, während kühle Nächte die Säure und damit die Frische bewahren. Das ist exakt das Spannungsfeld, in dem großer Pinot entsteht.

Dazu kommen die Böden. Frankens Kalk- und Keuperformationen geben dem Spätburgunder das, was Kenner an burgundischen Weinen lieben: Mineralität, Struktur und diese schwer beschreibbare Tiefe, die einen Wein von einem Getränk unterscheidet. Ein Pinot Noir von solchen Böden schmeckt nicht nach Marmelade und Holz, sondern nach Herkunft.

Der Klimawandel tut sein Übriges. Lagen, die vor dreißig Jahren für rote Sorten zu kühl waren, liefern heute Jahr für Jahr reifes Traubenmaterial. Franken profitiert davon mehr als die ohnehin warmen Regionen, weil die Region nicht gegen Überreife kämpfen muss, sondern in die optimale Zone hineinwächst.

Wie gut fränkischer Pinot Noir heute sein kann, zeigt das Weingut Dr. Heigel. Der Pinotchio wurde von Falstaff mit 92 Punkten bewertet und hat damit vielen etablierten Spätburgunder-Regionen den Spiegel vorgehalten. Wer die Zukunft des deutschen Pinot Noir schmecken will, sollte nach Franken schauen. Oder einfacher: bei VinocomWines bestellen.

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