Premium-Frankenwein: Was Qualität aus Franken auszeichnet
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Premium ist eines dieser Wörter, die durch Überbenutzung fast bedeutungslos geworden sind. Jeder Discounter führt inzwischen eine Premium-Linie. Beim Frankenwein lohnt es sich trotzdem, das Wort ernst zu nehmen, denn hier lässt sich ziemlich präzise sagen, was echte Qualität von der Behauptung unterscheidet.
Es beginnt im Weinberg. Premium-Frankenwein kommt aus klassifizierten Lagen, deren Böden und Ausrichtung über Jahrhunderte als überlegen erkannt wurden. Die Königsklasse ist die Monopollage, ein Weinberg im Alleinbesitz eines einzigen Weinguts. Der Zeiler Mönchshang von Weingut Dr. Heigel ist so ein Fall: Was dort wächst, kann kein anderer Erzeuger anbieten, zu keinem Preis.
Es setzt sich fort in der Arbeit. Handlese statt Vollernter, denn nur die Hand sortiert faule oder unreife Beeren aus. Ertragsreduktion, also der bewusste Verzicht auf Menge zugunsten von Konzentration. Beides kostet Geld und erklärt, warum ein ernsthafter Wein nicht 3,99 Euro kosten kann.
Und es zeigt sich in der Bestätigung von außen. Wenn unabhängige Instanzen wie Falstaff einem Wein 92 Punkte geben, ist das keine Garantie für Ihren persönlichen Geschmack, aber ein belastbares Signal, dass hier handwerklich auf höchstem Niveau gearbeitet wurde.
Was Premium-Frankenwein übrigens nicht auszeichnet: ein vierstelliger Preis. Das ist vielleicht die beste Nachricht an dieser Region. Weil Franken international noch unterbewertet ist, bekommt man hier Qualität, für die man im Burgund oder an der Mosel ein Vielfaches zahlen würde. Der Pinotchio von Dr. Heigel kostet 11,90 Euro und trägt eine Bewertung, die anderswo Weine über 50 Euro schmückt.
Diese Lücke zwischen Qualität und Preis wird sich schließen, da sind wir sicher. Bis dahin finden Sie die besten Premium-Frankenweine bei VinocomWines.